Von Gestern bis Heute
...1997
Im November des Jahres 1996 wurde auf der Sitzung der Abteilung Karneval vom damaligen Präsidenten Matthias Zans, die Idee in den Raum geworfen, eine Männergarde, bestehend aus Männern des Elferrats, zu gründen. „Es muss ja nix weltbewegendes sein, nur das wir einen Programmpunkt mehr auf der Fremdensitzung haben “, lautete der Wunsch des Präsidenten. Nun ja, einer Bitte unseres Präsis nachzukommen, war einigen quasi Befehl. Und wie nicht anders zu erwarten, waren natürlich die Mädels der Blue Stars (alte Tanzgarde von Kerzell) Feuer und Flamme. Namentlich erklärten sich Daniela Kramer-Schreiner, Tanja Witzel und Sabine Diegelmann bereit, die Choreographen des Tanzes zu werden. Aber es fehlten ja noch die Männer!!!!! Dann entschlossen sich fünf wagemutige, durchtrainierte, fast perfekte Helden auf der Bühne ein Spektakel der Tanzeslust zu entfachen. Diese edlen Herren waren: Stefan Reith, Nico Wehner, Markus Hasenauer, Frank Köhler und Frank Atzler. Aber fünf Helden waren den Trainerinnen zu wenig, so dass der abwesende Torsten Böhm von seiner heutigen Frau Nadja einfach mal angemeldet wurde. Somit waren die „Starting Six“ der Pötschedäbber gefunden. In einer gemütlichen Probe haben wir uns auf das Thema „Bardamen“ festgelegt. Nie wieder sollte in den Jahren danach das passende Thema zur Kampagne so schnell und harmonisch gefunden werden. Nachdem das Kostüm zusammengestellt war und wir „beinhart“ geprobt hatten, konnten wir einen unerwartet großen Erfolg auf der Fremdensitzung verbuchen. Stehende Ovationen und grenzenloser Jubel brach im Publikum aus; und eines stand an diesem Abend fest: Das war erst der Anfang, ein weiteres Jahr muss folgen.
Übrigens der Name unserer Gruppe verdanken wir einer Musikgruppe aus der Rhön, nämlich den „Rhöner Säuwänzt“. Deren Lied „Pötschedäbber“ wurde zu jener Zeit im Sporthaus nach zahlreichen Siegen und Feiern des Öfteren vom DJ aufgelegt. Und Stefan Reith hatte dann den Gedanken, die Männergarde auf den Namen Pötschedäbber zu taufen. Die anwesenden Tänzer und Trainerinnen waren begeistert und seit dem heißen wir Pötschedäbber.
...1998
Im Jahr Zwei unseres Bestehens kam Thomas Atzler zu unserer Tanzgruppe hinzu, und mit nunmehr sieben Tapferen stellten wir uns der Herausforderung, den Erfolg des Vorjahrestanzes zu bestätigen. Unter strengster Geheimhaltung des Themas (bis heute ganz wichtig) wurde also begonnen zu proben und am Bühnenbild zu basteln. Und siehe da: „Die Pötschedäbber -Kampfschwimmer bereit zum Seepferdchen “, wollten die Zuschauer auch mehrmals sehen. Damit stand fest: Aus einer harmlosen Idee des Präsidenten sollte sich ein Dauerbrenner entwickeln…
Am Rande sei übrigens erwähnt, das wir als Tanzschuhe in diesen beiden Jahren Tierhausschuhe (Puschen) trugen (Stichwort: Wir sind die kleinen Wauzies…). Für die Freunde von Peta etc., keine Angst, das war kein echtes Fell sondern Kunststoff….Auch wurde der Austausch von Rezepten und ähnlichem unter den Tänzern sehr beliebt, aber wie oben erwähnt, dies nur am Rande.
...1999
Das dritte Jahr begann mit einer kleinen Fluktuation: Nico ging „ablösefrei“ zu den Schruwen aus Eichenzell und Stefan und Markus konnten berufsbedingt nicht gehalten werden, aber mit Andreas Zeller, Sebastian Witzel, Jürgen Hasenauer und Michael Helfrich konnten wir uns verstärken. Das Thema „Cowboys“ wurde mit Liedern von Truck Stop und Rednex dargeboten. Bei der Darstellung des Tanzes wurde darauf Wert gelegt echte Squaredance-Schritte zu verwenden. Unvergessen bleibt, das drei, der neuen Tänzer, vor der Weltpremiere einen Blick in die vollbesetzte Kulturscheune machten, und danach jeder so viel Lampenfieber bekam, dass sich alle auf der Toilette einsperrten und sagten : Niemals betrete ich diese Bühne! Aber Pötschedäbber wären nicht Pötschedäbber wenn das „bisschen“ Lampenfieber und eine (!!!!!) Stunde gut zureden uns vom Bühnengang abhalten würden.
Durch die Neuzugänge wurde Frank Köhler von Andreas Zeller und Sebastian Witzel abgelöst, Versuchsobjekt für gewisse Akrobatik zu sein. Bis heute kann sich der Köhlfix nicht entscheiden, ob das jetzt gut war für ihn (und seine Gesundheit) oder schlecht (denn von nun an hieß es heben statt gehoben zu werden). Alles in Allem standen die Pötschis (Kurzform von uns) auf gesunden Füssen und blickten sorgenfrei in die Zukunft.
...2000
Auch im vierten Jahr unseres Bestehens mussten wir berufsbedingt wieder Tänzer ziehen lassen (Michael Helfrich und Andreas Zeller) und Sebastian „durfte“ ein Jahr pausieren. Allerdings kamen mit Sascha Pompetzki und Stefan Wenisch auch zwei Neue hinzu. Mit dem Thema Bergmänner entführten wir die Zuschauer in Wolle Petry´s Ruhrgebiet und das Lied „Wann ist ein Mann ein Mann“ war auch wie geschaffen für uns. Dieser Tanz war der Anfang der Entwicklung, für die, die Pötschedäbber heute noch stehen: eine schnelle Tanzchoreographie gepaart mit Akrobatik.
Wieder am Rande notiert sei, dass wir seit dem vierten Jahr in ein Trainingslager fahren, in welchem uns die Trainerinnen so richtig „rund“ machen. Wie bei den Fußballern ist es uns untersagt alkoholische Getränke zu uns zu nehmen und eine Bettruhe gibt es auch… (Wer’s glaubt….hahaha, in der Rhön gibt es reichlich wenig Tankstellen, die nachts offen haben, habe ich festgestellt…). Übrigens waren wir immer am selben Ort bis heute zum trainieren….Allerdings darf ich wegen des drohenden Fanaufkommens und den dadurch verbundenen verkehrstechnischen Problemen, den Ort unseres Trainingslagers nicht nennen...:)
...2001
In unser fünftes Bühnenjahr gingen wir erstmals nach drei Jahren ohne Abgänge, allerdings kamen mit Martin Böhm (Neuling) und Sebastian Witzel (hatte pausiert) zwei Tänzer hinzu. In unserem ersten kleinem Jubiläumsjahr hatten wir das Thema „König von Deutschland“ frei nach Rio Reiser. Die Zahl der Auftritte stieg nun kontinuierlich auf über zwölf an und zusammen mit der Schoppengarde Löschenrod nahmen wir an unserem allerersten Turnier in Hockenheim teil. Zusammen mit unseren Nachbarn aus Löschenrod sind wir seit dem, jedes Jahr auf Turnieren unterwegs. Allerdings forderten die letzten Jahre ihren Tribut, denn die steinalten Thomas Atzler, Torsten Böhm und Sascha Pompetzki konnten der Anzahl der Auftritte und dem immensen Aufwand um unsere Garde nicht mehr mithalten, so dass auf Grund von Altersschwäche alle drei ihren Rücktritt erklärten. Damit war eine Epoche beendet.
Nur mal nebenbei: Auf unserer Jahresabschlussfeier auf der Enzianhütte zeigten Sie den Jungspunden allerdings noch mal, was es heißt ein Pötschedäbber zu sein. Man kann fast sagen der Absch(l)uss in der Enzianhütte ist legendär.
...2002
Im Jahr 2002 hatten die Pötschedäbber also ihren ersten richtig großen Umbruch. Die Anzahl der Tänzer (acht) blieb bestehen , nur waren es jetzt folgende Personen: Frank Atzler, Dirk Breitenbach, Florian Breitenbach, Stefan Enders, Jürgen Hasenauer, Timo Hasenauer und Stefan Wenisch. Diesem Ensemble flogen quasi die Herzen der Frauenwelt nur so zu, denn das Thema der Kampagne war „Verliebte Jungs“. Schon beim Einmarsch wurden dem Publikum Rosen geschenkt, auch die Akrobatik wurde nun stets weiterentwickelt. Mit diesem Thema gewannen wir unsere ersten zwei Titel auf Turnieren: Bestes Kostüm in Baunatal und offizieller Westfalenmeister in Harsewinkel.
Übrigens „Verliebte Jungs“ wird heute noch auf Hochzeiten von uns getanzt und die Kostüme passen noch immer!!!!
...2003
In unserem siebten (nicht verflixten) Jahr betraten wir als „Men in Black“ die Bühne, um dann auf Robbie Williams Lied „Let me entertain you“ den großen Entertainer zu geben. Mit Marc Gärtner, Michael Weber und Christian Wenisch gaben gleich drei „Männchen“
(zusammen damals höchstens 180 kg) ihr Debüt bei uns. Jedoch musste Jürgen Hasenauer pausieren.
Wichtiges tat sich auch am Rande, denn mit Daniela Hanspach zählte eine neue Trainerin zum Tross der Pötschis. Sie löste Sabine Diegelmann ab, die auf Grund Ausbildung und Studium in den letzten zwei Jahren nur noch bedingt dabei war und jetzt ganz aufhörte. Unser Trainergespann arbeitet übrigens rein ehrenamtlich für uns. Sie werden nach der Kampagne von uns nur mal zum Essen ausgeführt (freie Wahl der Damen) oder ähnliches…...
...2004
Im achten Jahr entführten wir unser Publikum nach Hollywood. „ Die goldene Oscarshow“ schrieb Pötschedäbbergeschichte. In Harsewinkel wurden wir zum zweiten Mal Westfalenmeister mit einer Punktzahl, die noch nie eine Gruppe vor und bis heute nach uns bekam. Dirk Breitenbach musste in diesem Jahr pausieren, dafür war aber Jürgen Hasenauer wieder mit an Bord und Tobias Hanspach gesellte sich zu uns. Auch Jan Peter Preißler schloss sich als Statist der Gruppe an. Zum ersten Mal nahmen wir an der Deutschen Meisterschaft im Männerballett in Köln teil und wurden bei etwa 40 Teilnehmern Sechster.
Nach diesem tollen Jahr verkündete Frank Köhler seinen Abschied vom aktiven Tanzgeschehen der Pötschedäbber. Mit ihm ging der vorletzte Gründungstänzer nach acht Jahren in den Ruhestand.
...2005
Karneval in Venedig“ lautete das Motto im neunten Jahr. Mit Thomas und Michael Hasenauer (die Zwillinge teilten sich eine Stelle), Alexander Raschkewitz, Benjamin Buers und Karsten , sowie Manuel Schendlinger (Ersatzmann) bekamen wir gleich sechs Neuzugänge. Verlassen haben uns Frank Köhler (oben erwähnt), Dirk Breitenbach und Jürgen und Timo Hasenauer. Zu diesem Tanz gibt s auch eine nette Anekdote, denn in Groß-Auheim gab uns ein Wertungsrichter statt der Höchstpunktzahl 10 eine glatte 10,5 ! Und das ohne Bezahlung oder Beeinflussung der Jury von unserer Seite….
...2006
In unser großes Jubiläumsjahr (dem Zehnten) starteten wir ohne Thomas und Michael Hasenauer. Mit dem spektakulären Tanz „Das Feuer Afrikas“ starteten wir ein großes Bühnenfeuerwerk von Tanzschritten und Akrobatik. Das Pötschegedäbber wurde ins Leben gerufen und wurde ein voller Erfolg ( bereits nach 3 Jahren hat sich der Showtanzabend als wichtiger Bestandteil der Fuldaer Fastnacht etabliert). Auch nahmen wir erstmals mit eigenem Motto am Rosenmontagsumzug in Büchenberg teil. Mit Frank Atzler ging, der letzte Gründungsvater der Pötschis nach zehn Jahren von der Bühne. Jetzt waren nur noch Daniela Kramer-Schreiner und Tanja Witzel als Trainerinnen von Beginn dabei. Die Pötschedäbber ehrten Dani, Frank und Tanja auf der Fremdensitzung mit großen Bildcollagen aus 10 Jahren Pötschedäbber.
...2007
Im elften Jahr feierten wir eine „Monsterparty“ wie es sich die „Ärzte“ vorstellten und „Everybody“ von den Backstreet Boys wurde auf der Bühne regelrecht zelebriert. Christian Perlich fegte seit diesem Tanz mit uns über die Bühne. Mit Zahlreichen Ersten Plätzen das wohl erfolgreichste Jahr der Pötschedäbber. Tobias "Teletobi" Hanspach verließ uns nach diesem Jahr leider, Wir wünschen Ihm aber viel Erfolg für Seinen Beruf bei der Bundeswehr.
...2008
Das Zwölften Jahr läuteten die "Jukebox Heroes" mit Ihren schillernden Kostümen ein Neues Jahr ein. Verstärkt wurden Sie durch Michael "Ruby" Ruppert. Mit einem Medley aus 80 Jahre Diskomusik und Glamrock von "The Darkness" und "Queen" wurde das Thema musikalisch begleitet. Mit Benjamin "Schnitzel" Buers verließ uns nach Diesem Jahr 1 Tänzer.
...2009
Jahr 13 der Geschichte der Pötschedäbber. Mit alt bewährter Mannschaft ging es in eine Göttliche Kampagne zu "Hymn" von Edguy und "Let it Rain" von East 17 wurden dieses Jahr die Bühnen des Landkreises unsicher gemacht. In diesem verließ uns Karsten aus beruflichen Gründen.
...2010
Im 14 Jahr wollen die Pötschedäbber hoch hinaus Thema dieses Jahr ist "Schwerelos - Mission to Moon". Es wurde sich dieses Jahr ordentlich Verstärkt gleich 3 Neuzugänge aus dem eigenen Dorf füllen nun mit den "alten Hasen" die Bühne. Sie stehen in "The Middle" von Jimmy Eat World ihren Mann. Fahren mit der "Luftbahn" von Deichkind. Und man kann wohl sagen "Hip Hip Hurra" die Pötschis sind wieder da. Man sollte mal die Ärzte fragen ob sie ihren Titel nochmal neu einsingen. Leider müssen wir dieses Jahr auf eine verdiente Seele der Gruppe verzichten Stefan "Klenesch" Enders der dieses Jahr leider Berufsbedingt zwangspausieren darf.
Auf weitere Jahre freut sich, der für Recherchen und Archiv zuständige Chronist Frank Atzler. Deshalb auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein dreifaches, kräftiges : Pötschedäbber !!!
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